ARCHE 4


„Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen ...“

 

So beginnt ein traditionelles Lied und es hat recht. Alle, die sich am 18. November 2019 hier in Salzgitter-Bad an Bord der „Arche 4“ einfanden und zu einer „Kreuzfahrt einmal anders“ aufgebrochen sind, haben gemeinsam viel erlebt und werden davon hoffentlich noch lange erzählen können. Angestrahlt von den Farben des Regenbogens war unsere „Arche 4“ schon von weiten sichtbar. So wurde deutlich, hier geht es bunt zu. Und so war es auch. Die evangelische-lutherische Kirchengemeinde Noah als Schiffseigner hat zum 1. Geburtstag der „Arche 4“ eingeladen. Mit Fördermitteln des Städtebauförderprogramms Soziale Stadt konnte das ehemalige Gemeindehaus am Martin-Luther-Platz zu einer sogenannten „Gemeinbedarfseinrichtung“ umgebaut werden. Auch wenn das ein sehr sperriger Begriff ist, das Ergebnis ist es nicht und das neue „Haus der Begegnung und Bewegung“ wurde ausgiebig gefeiert. Geplant, ausgerichtet und umgesetzt wurde der Geburtstag von allen Mitgliedern des Beirats der „Arche 4“. (Der Beirat ist eine Gemeinschaft aus Vereinen, Institutionen vor Ort, Ortsrat, Stadtverwaltung und Kirchengemeinde.) Und so bereiteten zahlreiche fleißige Helfer alles vor und sorgten für einen reibungslosen Ablauf. Bunt wurde der Abend auch, weil auch die regelmäßigen Nutzerinnen und Nutzer der „Arche 4“ mit unterhaltsamen Beiträgen den Abend bereicherten. Zumba brachte alle in Bewegung und der für die Feier ins Leben gerufene Chor aus Menschen, die Deutsch als Fremdsprache in der Volkshochschule lernen und Mitgliedern des Modern Song Chors, schaffte Verbindungen untereinander. Die Beiratsvorsitzende Frau Petra Behrens-Schröter begrüßte alle herzlich und Frau Anja Wolfgram-Funke führte schwungvoll durch das Programm. Pfarrerin Ulrike Scheibe und Pfarrerin Dagmar Janke schauten gemeinsam dankbar zurück auf das vergangene Jahr und baten Gott um den Segen für alle Vorhaben in der „Arche 4“ und für die Gemeinschaften in Salzgitter. Anschließend wurde zum Captain´s Dinner geladen. Neben den kulinarischen Köstlichkeiten spielten an den Tischen die persönlichen Gesprächsimpulse der beiden Ehrengäste, Oberbürgermeister Frank Klingebiel und der Landesbischof der Evangelisch-lutherischen Landeskirche in Braunschweig Dr. Christoph Meyns sowie der Beiratsmitglieder, die von Tisch zu Tisch wechselten, eine zentrale Rolle.

 

Alles in allem ein sehr gelungener Abend, der deutlich machte, wie Gemeinschaft in Vielfalt unser Zusammenleben bereichert. Die Reise der „Arche 4“ geht weiter…wir sind auf die nächsten Ziele und Mitreisenden gespannt.

 

Dagmar Janke

 

https://www.youtube.com/watch?v=kDy2xzGgzpU&feature=emb_logo



Das Segel der „Arche 4“ ist gesetzt
Mitglieder des Kirchenvorstandes Noah sowie des Beirates
hissten im wahrsten Sinne das Segel der Arche 4

 

Salzgitter hat mit der „Arche 4“ ein einmaliges Projekt eingeweiht: Darin waren sich die Verantwortlichen von Kirche, Beirat, Ortsrat und Verwaltung einig. Rund 100 Gäste nahmen an der abwechslungsreichen Feier teil und entdeckten am Martin-Luther-Platz vier ein besonderes „Haus der Begegnungen und Bewegungen“. 


Christa Frenzel, Erste Stadträtin der Stadt Salzgitter, betonte, dass mit der Eröffnung der „Arche 4“ ein einmaliges Projekt in der Ost- und Westsiedlung, aber auch in und für Salzgitter eröffnet wurde. „Die Landeskirche Braunschweig, die Kirchengemeinde Noah und die Stadt Salzgitter haben an einem Strang gezogen, um etwas Gutes für die Menschen auf den Weg zu bringen. Das ist gelungen.“ Mit finanziellen Mitteln aus dem Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“, der Kirche und Sponsoren gebe es ein besonderes Haus, das die Bewohnerinnen und Bewohner weiter mit Leben füllen können. Die Erste Stadträtin betonte, dass die „Arche 4“ auch eine Premiere in der Zusammenarbeit zwischen der Kirchengemeinde und der Stadt Salzgitter sei. Darüber hinaus sei dieses Projekt einmalig, weil die Noah-Gemeinde ihr Haus für das Quartier und damit für  alle Menschen im Quartier unabhängig der Konfessionszugehörigkeit öffne.

Stadtbaurat Michael Tacke ergänzte, dass die „Arche 4“ das vierte große städtebauliche Projekt in der Ost- und Westsiedlung sei, das mit Hilfe des Städtebauförderprogrammes Soziale Stadt entstanden ist, das von Bund, Land und Kommune finanziert wurde. Die Maßnahmen der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer seien wichtig, aber auch das Engagement der Menschen vor Ort, die sich in der Ost- und Westsiedlung ehrenamtlich engagieren. Beeindruckt zeigte sich der Stadtbaurat von der baulichen Gestaltung der „Arche 4“, in der die Bewohnerinnen und Bewohner viel bewegen können. „Besonders gut gefällt mir die Idee der Kirchengemeinde, an der Eingangstür Wünsche der Beiratsmitglieder anzubringen“, sagte Michael Tacke. Die Stadt Salzgitter habe sich für den Spruch von Gottfried Keller entschieden: „Wo das Glück einmal eingekehrt, da greift es leicht um sich.“ Diesem Wunsch schloss sich der Stadtbaurat gern an und wünschte der „Arche 4“ viele gute Fahrten.

Beate Köbrich, 1. Kirchenvorstandsvorsitzende der Noah Gemeinde bedankte  sich bei allen Verantwortlichen, Beteiligten und Sponsoren für die gute Zusammenarbeit und die Unterstützung Viele Gespräche und umfangreiche Arbeiten waren für den Umbau des Gemeindehauses nötig. Der Weg war nicht immer leicht, aber umso schöner sei nun das bauliche Ergebnis, Denn mit der zur Gemeinbedarfseinrichtung umgebauten „Arche 4“ gibt es in der Ost- und Westsiedlung eine wichtige Anlaufstelle für die Menschen zur Bewegung und Begegnung: spielen, erzählen, nachdenken oder sportliche Aktivitäten gehören unter anderem dazu.

Dagmar Janke, Pfarrerin der Noah Gemeinde, hob hervor, dass neben den vielfältigen Angeboten verschiedener Institutionen vor allem die aktive Mitarbeit der Bewohnerinnen und Bewohner erwünscht sei. Die Arche stehe den Menschen stehe für ein friedliches Mit- und Füreinander offen.

Dem schloss sich Propst Ralf Ohainski an. Der Martin-Luther-Platz sei der richtige Ort, um die zur Begegnung einzuladen. Er sei froh über dieses Haus und bedankte sich bei Christa Frenzel, Michael Tacke und der Landeskirche für die Unterstützung.

Der Architekt Michael Aselmeier betonte die gute Zusammenarbeit ebenso und hob hervor, dass das Budget eingehalten worden sei. Die Bau- und Planungskosten für den  das Projekt betragen rund 750.000 Euro. Städtebauförderungsmittel des Bundes und des Landes werden in Höhe von 500.000 Euro zum Einsatz gebracht. Der Eigenanteil der Stadt Salzgitter beträgt 250.000 Euro. Seit dem Jahr 2010 hat die Gemeinde Noah selbst Investitionen in Höhe von gerundet 130.000 Euro in die Erneuerung und Instandsetzung des Gemeindehauses investiert.

Hermann Keune, Mitglied des Ortsrates, blickte auf die Anfänge der Ost- und Westsiedlung zurück und betonte, dass alle, die sich aktiv eingebracht haben, stolz auf das gemeinsam Erreichte sein können.

Petra Behrens-Schröter, Vorsitzende des im Mai gegründeten Beirates, ergänzte, dass der Beirat mit seinen aus verschiedenen Institutionen bestehenden Mitgliedern die Noah-Kirchengemeinde und damit die Gemeinbedarfseinrichtung weiterhin berate, begleite und das Programm mitgestalte. „Die Arche 4 ist in Salzgitter und in Niedersachsen ein einmaliges Projekt.“

Musikalische Begleitung der Eröffnungsfeier durch ein Ensemble der Musikschule SZ unter Leitung von S. Boualeggi.

Passend zum Haus durfte natürlich im Programm Bewegung nicht fehlen: Zumba-Präsentation von Eltern des Familienzentrums KunterBund zum Abschluss im Saal vor der Martinsfeier und dem Umzug zum MTV.